Im Sommer 2023 haben wir und vor genommen den Emsradweg bis zur Nordsee zu fahren. Wer ist wir? Inia und Clara. Der Emsradweg ist 375 km lang und führt von der Emsquelle bis nach Emden. Das erste Stück sind wir bereits das Jahr zuvor bis Rheine gefahren und von dort aus nach Enschede abgebogen. Dieses Jahr wollten wir den ganzen Radweg fahren.
Reiseplanung Teil 1: Streckenabschnitte
Eigentlich hätten wir das Planen gleich lassen können. Ja wir sind tatsächlich auf dem Radweg geblieben. Nein wir haben uns nicht an die Streckenabschnitte gehalten. Das hat aus zwei einfachen Gründen nicht geklappt.
1. 80% der Zeit hat es geregnet und bei Wind und Wetter macht Fahrradfahren einfach nicht so viel Spaß
2. Wir mussten Abends nach möglichen Schlafplätzen ausschau halten (Das hatten wir natürlich vorher nicht bedacht)
Durchschnittlich sind wir also um die 75 km am Tag gefahren bis wir in Emden angekommen sind. Unser eigentlicher Plan war es von Emden aus nach Hamburg und dann Richtung Dänemark zu fahren. Es hat aber so viel geregnet, dass wir darauf um ehrlich zu sein keine Lust mehr hatten. Nach dem ersten starken Platzregen und Gewitter war die Freude am Meer vergangen. Wir haben uns also in Emden einfach eine Richtung ausgesucht und sind weiter gefahren. Von Krummhörn ging es im Bogen nach Oldenburg, wo wir leider unsere Tour aufgrund des Wetters beenden mussten und mit dem Zug nach Hause fuhren.

Reiseplanung Teil 2: Packen
Wer Bikepacken möchte muss erstmal packen. Uns war es wichtig alles was nötig ist mitzunehmen ohne zu über packen. Auf unseren Fahrrädern war zwar viel Platz, wir wollten jedoch nicht mit zu viel Gewicht unterwegs sein. So wurden erst einmal die für uns wichtigsten Sachen eingepackt.
- Zelt
- Schlafsack und Isomatte
- Zahnbürste, Shampoo und Duschgel
- Handtuch
- Kocher
- Schüsseln, Messer und Löffel
- Trinkflaschen
- Sonnencreme
- Fahrradkleidung und Regenjacken
- Schwimmsachen und bequeme Kleidung
- Ladekabel und Powerbank
Neben den wirklich wichtigen Sachen haben wir natürlich noch persönliche Dinge mitgenommen. Dabei waren mitunter ein Reisetagebuch, ein Buch, Ein Kartenspiel, eine Kamera und ganz ganz viele Snacks.
Auf bisherigen Fahrradtouren haben wir oft zu viel mit gehabt. Zu viel Kleidung, zu viel Entertainment und zu viel Shampoo. Dieses mal hatten wir zuviel und gleichzeitig zu wenig mit. Hört sich merkwürdig an, war aber so. Wir hatten zu viel Sommerkleidung mit und zu wenig warme Kleidung. Somit haben wir Ende Juli wirklich dolle gefroren. Wir hatten zu viele Socken mit und dafür nicht genug Regenkleidung.
Es ist wirklich schwer richtig zu packen und genau abzuschätzen was man braucht, doch jedes mal lernen wir dazu und werden besser. Man muss eben für jede Situation gewappnet sein. Wir packen generell gerne nach dem Motto: “So wenig wie möglich aber so viel wie nötig”.

